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Sagenwanderung "Steinernes Haus"

Oberelsbach

Die Sage vom Steinernen Haus


Vor langer Zeit lebte in Oberelsbach ein junger Mann, der ein Mädchen liebte. Aber beide hatten keine Hoffnung, jemals zusammen zu kommen, denn beide waren arm und hatten „nichts zu Felde und nichts zu Dorfe“ (keinen Grund und Boden).


Eines Tages arbeitete der Bursche oben in der Rhön. Plötzlich murmelte er vor sich hin: „Da baue doch der Teufel ein Haus!“. Kaum hatte er gesprochen, stand der Teufel auch schon neben ihm und fragte den Burschen nach seinem Begehren. „Reich will ich sein und ein steinernes Haus möchte ich haben.“


Der Teufel versprach ihm zu helfen, allerdings unter einer Bedingung, es dürfe in dem Haus der Name Gottes nie ausgesprochen werden! „Fluchen dagegen könnt ihr nach Herzenslust.“ Der Bursche schlug ein und schon am nächsten Tag stand oben in der Rhön ein herrliches steinernes Haus.


Der Bursche heiratete sein Mädchen und sie zogen frohgemut ein. Als die junge Frau die schönen Truhen und Schränke sah, meinte sie zu ihrem Mann: „Lass uns die Hände falten und beten und Gott danken für all den Reichtum!“ Sie schlugen das Kreuzzeichen! Plötzlich zuckte ein schrecklicher Blitz durch das Haus. Qualm stieg auf und mit lautem Krachen stürzten alle Mauern ein. Nur ein paar Säulen blieben stehen. Seitdem heißt dieser Platz „Das steinerne Haus“. Die beiden jungen Eheleute überlebten, denn wer betet und Gott dankt, dem kann nichts geschehen. Sie lebten von nun an in Armut, aber zufrieden!


Mit freundlicher Genehmigung von Regina Rinke (Text) und Lothar Reichardt (Zeichnung).
Die Broschüre "Sagenhafte Rhön" mit allen Sagenwanderungen kann bei Regina Rinke (regina-rinke@gmx.de) käuflich erworben werden.


 


Streckenbeschreibung und Streckenverlauf


Das „Steinerne Haus“ liegt direkt an der Freizeitanlage am Basaltsee nördlich von Ginolfs. Hier bieten sich für Kinder viele Möglichkeiten der Beschäftigung. Der See lädt zum Baden ein. Er kann umwandert werden. Bänke und Sitzgruppen im Umfeld eignen sich bestens zur Rast. Verpflegung gibt es an der Hütte mit Kiosk. Zum „Steinernen Haus“ selbst muss man etwas ansteigen und die See-Region verlassen Achtung! Dieses „Haus“ ist einsturzgefährdet. Es darf deshalb nicht betreten werden!


Wer jedoch anwandern will, kann dies von Ginolfs aus auf dem Rhönrundweg mit dem Wegezeichen weiße 3 auf blauem Grund tun.


Länge des Weges ca. 3 km.


Eine weitere Möglichkeit bietet sich vom Wander-Parkplatz in der Nähe der Thüringer Hütte an. Das Wegezeichen ist ein rotes H auf weißem Grund (Hochrhöntour). Diese Strecke gehört zu den schönsten Wanderwegen in der Hochrhön. Sie führt über den Ilmenberg, überquert beim Haus der „Rhön-Fee“ die sogenannte „Franzosenstraße“ (erbaut von französischen Kriegsgefangenen) und zieht durch urige Rhönlandschaft direkt zum Basaltsee.


Länge des Weges ca. 4 km.

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