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Kloster Altstadt

Hammelburg

Eines der schönsten Beispiele des Fuldaer Barocks

Als eines der schönsten Beispiele des Fuldaer Barocks gilt das ehemalige Franziskanerkloster „Altstadt“ mit der Klosterkirche „Mariä Empfängnis“ in Hammelburg. 1649 durch Fürstabt Joachim Grafeneck von Fulda gegründet, wurde der Bau des Konvents bereits 15 Jahre später abgeschlossen. 1670 wurde die Klosterkirche vollendet, die jedoch nur ein kurzes Dasein fristete: Durch einen Blitzschlag getroffen, brannte sie 1698 vollständig nieder. Doch bereits im Jahre 1700 konnte der Neubau nach Plänen des Franziskanerbruders Antonius Peyer geweiht werden.

Ein besonderer Schatz des Klosters war die Bibliothek mit ca. 7000 Bänden, darunter 87 wertvolle Inkunabeln („Wiegendrucke“ aus der Frühzeit des Buchdrucks vor 1500) und zahlreiche Frühdrucke. Da die Franziskaner das Kloster 2014 wegen des fehlenden Nachwuchses aufgeben mussten, wurde die Sammlung in die Würzburger Diözesanbibliothek überführt.

Besonders sehenswert ist der Kapellenkreuzweg rund um die Klosteranlage, der 1733 mit 14 Stationshäuschen angelegt wurde. Er diente schon bald als Vorbild für ähnliche Andachtsorte, darunter der Kapellenkreuzweg am Frauen- und Kalvarienberg in Fulda.

Das Kloster „Altstadt“ wird heute von der Bayrischen Musikakademie genutzt.

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