Milseburg, 835 m, Rhön

Hofbieber
Rund um Fulda

Milseburg - Die Perle der Rhön

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    Felsenlandschaft der Milseburg Foto: © rhönführer.de
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    Kapelle Foto: © Marcel Piehler - fotolia
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    Fernrohr Foto: © Matthias Bühner - fotolia
Milseburg - Die Perle der Rhön

Die Milseburg ist mit ihren 835 m einer der markantesten Berge der Rhön und der höchste Berg der Kuppenrhön. Sie liegt im hessischen Teil der Rhön bei Danzwiesen innerhalb des Gemeindegebiets von Hofbieber (Landkreis Fulda) und innerhalb des Biosphärenreservats Rhön. Ihre Trapezform aus Basaltstein mit sagenhaftem Panoramablick macht sie zu einem der beliebtesten Rhöner Berge. Sie wird daher auch die „Perle der Rhön“ genannt.

Auf dem Gipfel der Milseburg steht heute eine Kreuzigungsgruppe aus dem Jahre 1756, eine Kapelle - die Gangolfskapelle - und Schutzhütte - die Milseburghütte - für müde und hungrige Wanderer. Wer ins Tal weiter hinabsteigt, gelangt in idyllische Künstlerdorf Kleinsassen, das mit seinen alljährlichen Kunstwochen im Sommer viele Besucher lockt.

Der Berg ist ein beliebtes Ausflugsziel zum Wandern aber auch zum Radfahren. Besonders zu erwähnen ist hier der Milseburgradweg mit dem Milseburgtunnel - Deutschlands längstem Fahrradtunnel.

Die Milseburg in der Keltenzeit

Die heute noch erhaltenen Ringwallanlagen zeugen davon, dass die Milseburg in Vergangen Zeiten einmal eine echte Kelten-Hochburg war. Am Fuße der Milseburg befand sich ein keltisches Dorf, dessen Mauern und Befestigungen teilweise noch heute zu erkennen sind. Rund um den Berg führt ein Keltenlehrpfad mit zahlreichen Informationstafeln.

Die Sage vom Riesen Mils

Die Entstehung der Milsburg ist auch in der alten Sage vom Riesen Mils beschrieben.

Als die ersten Glaubensboten in die heidnische Rhön kamen, lebte dort ein Riese namens Mils. Auf einem mächtigen Berge stand seine Felsenburg.
Dieser Riese erschwerte den Gottesmännern ihre Bekehrungsarbeit. Deshlab machte sich der heilige Gangolf mit einigen Rittern auf, den Riesen in seiner Burg zu bezwingen.
Allerdings stand den Belagerern nur eine einzige Wasserquelle zur Verfügung, die einem geizigen Bauern gehörte.

Der Bauer wollte sich an der Not der Ritter bereichern und verlangte für die Benutzung seiner Quell eine so hohe Abgabe, dass Gangolf und seine Gefolgsleute diese Geldsumme nicht aufbringen konnten.
Gangolf schüttete das letzte Wasser, das er aus der Quelle des Bauers geschöpft hatte auf den Boden des Feldlagers. Sofort entsprang dort ein neue Quelle. Der Brunnen des Bauern aber versiegte in gleichen Augenblick.
Der Brunnen über der neuen Quelle heißt heute noch Gangolfsbrunnen.

Versorgt mit frischem Wasser begann der Sturm auf die Feste des Riesen Mils erneut. Als dieser sah, dass keine Rettung mehr möglich war, gab er sich in der Verzweiflung selbst den Tod.
Da warf der Teufel, dem Mils sein Leben lang gedient hatte, jenes Riesengrab über dem Leichnam des Selbstmörders auf, das heute als Milseburg weit über die Lande sichtbar ist.

Das Kreuz aber siegte nun auch in diesem Teile der Rhön und steht triumphierend auf dem Gipfel der Milseburg, den einst die heidnische Riesenfeste beherrschte.

Parkplatz: Parkplatz Milseburg
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