In Fulda den Spuren von Barockbaumeister Gallasini folgen in Fulda, Rhön

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In Fulda den Spuren von Barockbaumeister Gallasini folgen

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    Der aus der Schweiz stammende Architekt hat das Stadtbild der Residenzstadt nachhaltig geprägt. Hier im Bild das Kanzlerpalais. Foto: © Daniel Bley/Vonderau Museum Fulda
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    Das Vonderau Museum in Fulda widmet dem Barockbaumeister Andrea(s) Gallasini im Sommer eine Sonderausstellung. Foto: © Vonderau Museum Fulda
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    Original-Lithographie der Alten Uni in Fulda Foto: © Vonderau Museum Fulda
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    Die Barockkirche im thüringischen Schleid, dem Stiftsgebiet Fulda Foto: © Daniel Bley/Vonderau Museum Fulda
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    Das Vonderau Museum ist ebenfalls ein Gallasini-Bauwerk Foto: © Christian Tech, photoplusgraphic

Meldung

In Fulda den Spuren von Barockbaumeister Gallasini folgen Vonderau Museum ehrt den Barockbaumeister Andrea(s) Gallasini / Sonderausstellung in der Reihe „Berühmte Architekten in Fulda“ / Eröffnung am 13. Mai / Freier Eintritt am Eröffnungstag

1720 wurde der gelernte Stuckateur als Bauinspektor nach Fulda berufen, ab 1728 gestaltete der gebürtige Schweizer als Hofbaumeister das repräsentative Gesicht der Residenzstadt und errichtete auch auf dem Land zahlreiche Kirchen, Schlösser und Prachtbauten in seiner künstlerisch-individuellen Handschrift. Insgesamt 45 Bauten gehen auf Gallasini zurück.

Besucher erfahren in der Ausstellung Eindrucksvolles zum bis jetzt weithin unbekannten Lebensweg Gallasinis, der über 40 Jahre den Baubetrieb im Stiftsgebiet Fulda leitete. Weiterhin skizziert die Schau im Vonderau Museum die zeitgenössischen, politischen und organisatorischen Einflüsse auf das Wirken des Barockbaumeisters und seine Auftraggeber, Geldgeber und Handwerker.

Ein Großteil der Präsentation widmet sich dem architektonischen Werk Gallasinis. Gibt es einen typischen Gallasini-Stil? Was waren Gallasinis Inspirationsquellen und wie wirkte sein „Stil“ in der Stadt noch nach – dies sind die spannenden Fragen der Abteilung, denen Interessenten anhand von Originalentwürfen, Plänen, Fotos und Schaubildern nachgehen können.  

Die Sonderschau öffnet bereits zum Internationalen Museumstag am 13. Mai ihre Pforten bei freiem Eintritt. Die offizielle Laufzeit ist vom 15. Mai bis 19. August 2018. Zur Ausstellung erscheint ein Begleitband. Gute Unterhaltung und vertiefende Informationen versprechen Führungen, Architekturspaziergänge, Exkursionen und Workshops zu Stucktechniken, sowie ein Konzert zeitgenössischer Musik des 18. Jahrhunderts. Ein Programmflyer liegt öffentlich aus und ist unter www.museum-fulda.de einsehbar.

Für das Vonderau Museum als Stadt- und Regionalmuseum ist eine Sonderausstellung zu bedeutenden Persönlichkeiten Fuldas ein wichtiger Teil seines vielfältigen Angebotes, das Sammlungen zu Kulturgeschichte, Naturkunde und Malerei/Skulptur präsentiert. Mit der Reihe „Berühmte Architekten in Fulda“ und der Ausstellung zu Andrea(s) Gallasini im Besonderen gewährt das Museum seinen Besuchern einen lebendigen Blick in die prägende Zeitepoche des 18. Jahrhunderts dieser Stadt.

 

Hintergrund: Andrea(s) Gallasini (1681 - 1766)

Der 1681 in Lugano geborene Andreas Gallasini arbeitete bereits ab 1705 nördlich der Alpen, zunächst als Stuckateur und stieg bereits 1715 zum fürstlich-waldeckschen Bauinspektor auf. 1720 trat er in Fulda im Amt des Bauinspektors in Erscheinung und avancierte dort 1728 für gut 30 Jahre zum fürstlichen Baumeister. In den folgenden Jahren baute er nicht nur zahlreiche Sakralbauten im Fuldaer Umland, sondern realisierte im Zusammenwirken mit seinem Auftraggeber Fürstabt von Dalberg einige städtische, repräsentative Großbauten. Um 1759 zog Gallasini nach Wetzlar, um von dort noch einmal, bereits hochbetagt, im Auftrag des Fürsten Hohenlohe Bartenstein als Baudirektor den Ausbau der Residenzanlage voranzutreiben. Er starb dort 1766 im Alter von 85 Jahren.