Salzburg in Bad Neustadt

Bad Neustadt
Bäderland Bayerische Rhön

Salzburg in Bad Neustadt

  • Bad Neustadt Salzburg
    Die Burgmauern der Salzburg Foto: © rhönführer.de
  • Bad Neustadt Salzburg Kapelle St. Bonifatius Innen
    Die St. Bonifatius Kapelle von Innen Foto: © rhönführer.de
  • Bad Neustadt Salzburg Aussenansicht
    Die Außenansicht zeigt die gewaltige Größe der Burg. Foto: © rhönführer.de
  • Bad Neustadt Salzburg Burggraben
    Der tiefe Burggraben umringt die Salzburg Foto: © rhönführer.de
  • Bad Neustadt Salzburg St. Bonifatius Kapelle
    Die St. Bonifatius Kapelle auf der Salzburg Foto: © rhönführer.de
Salzburg in Bad Neustadt

Die Salzburg

  • liegt am Rande einer Hochebene ca. ein Kilometer östlich von Bad Neustadt an der Saale (300 m ü. NN);
  • erbaut um 1150 bis 1250 als Verwaltungsmittelpunkt des Salzgaus rund um Neustadt;
  • Paradebeispiel einer sogenannten „Ganerbenburg“ (gan althochdeutsch: „gemeinsam“); Ganerbenschaft bedeutet also die gemeinsame Verwaltung eines Vermögens durch mehrere Erben;
  • einst Sitz von sechs Burgmannen (Ganerben) aus dem würzburgischen Dienstadel, die innerhalb der Gesamtanlage jeweils eine eigene Kleinburg (Ansitz) bewohnten; die Lehenshoheit hatte das Hochstift Würzburg inne;
  • gilt als eine der mächtigsten Burganlagen Mitteleuropas;
  • Gesamtfläche der Burganlage: ca. 1 Hektar;
  • 450 Meter lange Ringmauer;
  • zum Vorgelände hin durch einen 160 Meter langen, sichelförmigen Halsgraben gesichert;
  • weite Teile der Gesamtanlage sind bis heute erhalten und teilweise noch bewohnt

Ein Monument des Mittelalters

Es ist ein besonderer Schatz der Geschichte, der sich auf einem Bergsporn über Bad Neustadt erhebt: die Salzburg – ein Monument des Mittelalters, eine Superburg!

Denn eigentlich bestand die Salzburg, die im 12. Und 13. Jahrhundert errichtet wurde, aus ursprünglich sechs Einzelburgen, die von einer 450 Meter langen Ringmauer umschlossen wurden. Die Burgmänner, die hier residierten, waren Lehensleute des Würzburger Bischofs und mittels eines „Burgfriedens“ dazu verpflichtet, die Anlage gemeinsam zu bewohnen, zu bewirtschaften und zu verteidigen.

Die Salzburg gilt in der Forschung als eine der bedeutendsten Burganlagen Mitteleuropas. Und es ist eine glückliche Fügung, dass sie all die Jahrhunderte weitgehend unbeschadet überstanden hat. Viele Teile sind bis heute nahezu unversehrt, und die südwestlichen Bereiche werden sogar noch immer bewohnt. Mit der Folge, dass sie nicht besichtigt werden können. Doch das weitläufige Areal bietet genug Sehenswertes, so dass sich der Aufstieg auf den Bergsporn allemal lohnt.

Ein Kleinod für sich ist übrigens die Bonifatiuskapelle, die 1841 bis 1848 im neoromanischen und neobyzantinischen Stil mitten auf dem Burghof errichtet wurde. Sie mag sich stilistisch nicht so recht in das Gesamtbild der Salzburg einfügen, ist aber kunsthistorisch durchaus von besonderem Interesse.

Empfehlenswert ist auch ein Rundgang um das gesamte Ensemble. Dabei fallen dem Wanderer vielfältige Schießscharten, Erker und andere interessante Details ins Auge.