„Hüter des Saaletales“: Der Sodenberg

Hammelburg
Fränkisches Saaletal Süd

„Hüter des Saaletales“: Der Sodenberg

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    Herrliche Fernsichten begleiten den Wanderer Foto: © rhönfüher.de
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    Der Gutshof am Sodenberg Foto: © rhönführer.de
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    „Hüter des Saaletales“: Der Sodenberg Foto: © rhönführer.de
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    Blick auf Hammelburg Foto: © rhönführer.de
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    Der Krater des ehemaligen Basaltwerkes Foto: © rhönführer.de
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    Herliche Mischwälder laden zum Wandern ein Foto: © rhönführer.de
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    Ruheplatz mit Fernsicht und Gedenkstein Foto: © rhönführer.de
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    Die Kapelle am Sodenberg Foto: © rhönführer.de
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    Infotafel zu den Besonderheiten der Natur am Sodenberg Foto: © rhönführer.de
„Hüter des Saaletales“: Der Sodenberg
  • Lage: westlich von Hammelburg zwischen den Gemeinden Ochsental und Weickersgrüben
  • Höhe: 481 m ü. NN
  • Panorama: bei klarem Wetter umfassende Fernsicht in das fränkische Land: nach Norden hin zur Hohen Rhön bis zum Kreuzberg, gen Osten zu den Hassbergen und zum Steigerwald und nach Westen bis hin zum Spessart
  • Natur: Der größte Teil des Sodenbergs gehört heute zum Naturpark Rhön; in Richtung Weickersgrüben schließt sich der Naturpark Spessart an. Seltene Pflanzenarten sind hier heimisch, wie etwa Märzenbecher, Küchenschellen und die streng geschützten Adonisröschen (adonis vernalis), die die sonst eher karge Landschaft im Frühling in ein blühendes Meer verwandeln. Auch zahlreichen Brutvogelarten, Schmetterlingen, Heuschrecken und anderen Tieren bietet der Sodenberg Lebensraum.

Wo Götz von Berlichingen einst raufte: Zur Geschichte des Sodenbergs

Der Sodenberg, der „Hüter des Saaletales“, ist ein geschichtsträchtiger Ort. Bereits in vorgeschichtlicher Zeit befand sich hier eine germanische Opferstätte und keltische Fliehburg. Auf seinem Basaltgipfel soll der Frankenapostel Kilian einst das Kreuz errichtet haben, weshalb der Berg früher auch Kiliansberg genannt wurde.

Im Mittelalter thronte auf dem Sodenberg eine stolze Ritterburg –­ die Burg Kilian –, die im Laufe der Zeit viele Besitzer hatte. Hier residierten die Herren von Rieneck, später die Hutten und schließlich die Thüngen, unter denen die Burg zu einem Raubritterschloss ausgebaut wurde. Von seinen rauflustigen Taten auf Burg Sodenberg berichtete später der berühmte Götz von Berlichingen, der hier seine Junkerjahre verbrachte. Die Bauernkriege im 16. Jahrhundert überstand die Burg unbeschadet. Erst nach dem 30-jährigen Krieg verwaiste sie und verfiel zusehends. Die letzten Überreste fielen einem Basaltwerk zum Opfer, das 1904 in Betrieb ging. Von der Basaltförderung, die 1958 eingestellt wurde, zeugt noch heute ein großer Krater mit einem Durchmesser von über 200 Metern.

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